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Panikattacken – Wie man die Angst vor einem Herzinfarkt los wird

Eine simple Schlussfolgerung hilft bei Panikattacken nachhaltig gegen die Angst vor einem Herzinfarkt. Wie ihr mit Logik die Angst loswerden könnt.

Panikattacken sind eine fiese Sache. Darüber sind sich wohl alle einig, die bereits damit zu kämpfen hatten.
In der Regel sind sie Symptom einer Angststörung, wie z.B. Agoraphobie (Platzangst). Sie können aber auch als eigenständige Störung (Panikstörung) diagnostiziert werden. Eine Diagnose lautet dann z.B. „Schwere Depression mit Panikstörung“.

Auf Entstehung und Ursachen von Panikattacken will ich in diesem Beitrag nicht näher eingehen. Stattdessen will ich euch einen Denkanstoß nahe bringen, der mit der „Ich glaube, ich habe einen Herzinfarkt!“-Angst aufräumen soll.

Der Grund für die Frage „Habe ich einen Herzinfarkt?“

Durch meine eigenen Erfahrungen und im Austausch mit anderen Betroffenen kam ich zu einer Erkenntnis:

Jeder, der mit Angst & Panikattacken zu kämpfen hat, stellt sich mindestens einmal die Frage, ob er gerade einen Herzinfarkt bekommt.

Durch den Teufelskreis aus Angst und Selbstbeobachtung verstrickt man sich weiter in die übersteigerte Reaktionen des Körpers. Man versucht, die Symptome einer physischen Ursache zuzuordnen.

… und physische Symptome, wie starkes Herzklopfen, rasender Puls, Atemnot, Stechen in der Brust, weiche Knie und kalter Schweiß bringen einen oft zu der besagten Schlussfolgerung: „Ich habe bestimmt einen Herzinfarkt!“.
Natürlich können es auch Variationen davon sein, wie z.B. „Bestimmt habe ich einen Herzfehler!“ oder „Es könnte auch ein Schlaganfall sein!“ oder „Jetzt schlägt die Angina Pectoris zu, vor der immer alle warnen!“.

Ein Gegenbeweis durch Trennung von Körper & Psyche

Ich selbst befand mich oft genug in diesem Dilemma aus starker Angst, körperlichen  Symptomen und übersteigerter Selbstbeobachtung. Doch irgendwann kam ich zu einer einfachen, logischen und heilenden Frage an mich selbst.

Ich frage mich nun schon seit einer halben Stunde, ob ich wohl einen Herzinfarkt habe… müsste ich dann nicht bereits tot oder zumindest bewusstlos sein!?

Durch diese Erkenntnis verminderten sich sofort meine körperlichen Reaktionen. Mein Angst- bzw. Paniklevel sank. Ich konnte wieder klarer denken. Warum? Ich hatte mir in diesem Moment eine Methode hergeleitet, mit der ich meine körperlichen Symptome logisch einer Panikattacke zuordnen und von ernsten körperlichen Erkrankungen abgrenzen konnte. Mir war nun klar:

Eine lebensbedrohliche körperliche Erkrankung, wie ein Herzinfarkt, wartet nicht, bis man sich hinreichend gedanklich mit ihr auseinandergesetzt hat. Sie legt einfach los.

Wachsende Resilienz durch Wiederholung

Ich war mit dieser Erkenntnis nicht sofort „immun“ gegen Panikgefühle. Doch ich erinnerte mich jedes Mal an meine Erkenntnis und schaffte es immer schneller, wieder aus der Panik herauszukommen.

Dies führte schließlich zu meinem Motto, das euch hoffentlich auch weiterhilft:

Wenn du darüber nachdenkst, ob du einen Herzinfarkt haben könntest, hast du eine Panikattacke.

Ein anderes „Werkzeug“, die Panikskala, hat mir, besonders zu Beginn meiner Problematik, ebenfalls sehr geholfen, die Panikgefühle einzudämmen. Davon berichte ich euch gerne in einem weiteren Beitrag.


Welche Erfahrungen und Strategien im Umgang mit Panikattacken oder Panikgefühlen habt ihr? War mein Beitrag hilfreich für euch?
Schreibt es in die Kommentare. Ich freue mich auf euer Feedback! 

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